Danke Fuzz

Danke Fuzz

16. Januar 2021 4 Von Alexander Brodsinskij

Danke Fuzz

Hallo Bitcoin-Freunde,

ich weiß nicht ob die nachstehenden Zeilen überhaupt hierher gehören. Eigentlich wollte ich dieses Wochenende mehrere Artikel schreiben bzw. vorbereiten. Aber heute früh erhielt ich eine Nachricht, die mich gerade völlig aus der Spur wirft.

Frank, Spitzname „Fuzzy“, einer meiner besten und ältesten Jugendfreunde ist viel zu früh im Alter von 50 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Beste Freunde seit 1980. 

Unsere gesamte Jugend haben wir zusammen verbracht. Da wir Luftlinie nur 20 Meter auseinander wohnten, haben wir quasi täglich zusammen gehockt. Schon im Alter von 12 Jahren haben wir Dinge getan, die unsere Eltern damals schon nicht wissen sollten. Ich erinnere mich, das wir mit 13 heimlich ins Volksparkstadium zu den Fussballspielen vom HSV gegangen sind. Unseren Eltern haben wir irgendwelche Geschichten erzählt 🙂 Mein Gott wenn die das herausgefunden hätten….

Kennst Du noch McTwo?

Mit 12 haben wir heimlich McTwo getrunken – Alsterwasser, oder für die Südländer: Radler. Als meine Eltern das rausbekamen haben sie mir damals sogar den Kontakt zu ihm verboten. Hielt natürlich nur ein paar Tage an….

Viele Nächte haben wir zusammen durchgemacht. Mit der gesamten Truppe von 5 Jungs gefeiert was das Zeug hielt. Die Urlaube zusammen statt mit unseren Eltern verbracht. Über unsere Zukunft philosophiert und alles was man als beste Freunde eben so macht. Mit 15 oder 16 fingen wir an die Clubs auf der Reeperbahn unsicher zu machen. Meist kamen wir am Sonntag dann erst gegen Mittag oder Nachmittag nach Hause….

Als wir alle später volljährig waren und eigene Autos hatten, galt meist folgende Regel: wer am wenigsten getrunken hatte, musste zurück fahren. Die anderen waren dafür verantwortlich den Fahrer wach zu halten.

Dann kamen die ersten Freundinnen von uns und unsere Truppe vergrößerte sich. Alle verstanden sich. Und es wurden viele Dinge dann gemeinsam gemacht. Ich kann gar nicht mehr alles aufzählen. Es war eine Zeit der Unbeschwertheit. Die Freude über das Leben. 

Als ich mit Anfang 21 das erste Mal Vater wurde und wegzog und auch alle anderen anfingen ihre eigenen Wege zu gehen, verloren wir uns über die Jahre aus den Augen. Erst viele Jahre später haben wir wieder den Kontakt zueinander gefunden. Letztes Jahr meinte Fuzz, wir müssten die alte Truppe mal wieder zusammen bringen. Wegen Corona war das aber leider alles nicht so möglich. 

Die Nachricht heute früh bekam ich von Martin, dem vernünftigsten von uns damals. Er hat aufgepasst, das wir vier anderen nicht zu viele Dummheiten machten. Martin und ich haben beschlossen, das wir uns dieses Jahr dringend alle wiedersehen müssen bevor noch einer von uns „kapeister“ geht. 

Letztes Jahr im September hatten Fuzzy und ich uns noch getroffen. Über alte Zeiten geschwelgt. Über Corona, Politik und Wirtschaft diskutiert. Und dabei – wie in alten Zeiten – ne Menge Bier, Wein und Schnaps verhaftet.

DANKE FUZZY

für die wahnsinnig geile Zeit mit Dir. Für Deine bedingungslose Freundschaft. Ich werde Dich vermissen mein alter Freund. 

In tiefer Trauer

Alex